Denia - die bekannteste Hafenstadt der Provinz Alicante
Die Stadt Denia liegt gleich nördlich von Javea. Vom großen Hafen aus sind Sie mit der High-Speed Katamaranfähre in nur zwei Stunden auf Ibiza, falls Sie mal das aufregende Nachtleben der Baleareninsel erleben wollen. Wer es ruhiger mag, kann auch herrliche Bootsausflüge die Küste entlang unternehmen, die Schiffe fahren bis nach Altea.
Denia ist auch ein beliebter Ferienort und viele wohlhabende Einwohner Valencias haben hier eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus. Trotzdem wurde in Denia- bisher - nicht so viel gebaut wie anderswo und die Stadt hat immer noch einen ausgesprochen spanischen Flair.
Der Ort schmiegt sich an den Fuß des Berges Montgó mit dem gleichnamigen Nationalpark. Denia verfügt über 20 Kilometer Küstenlinie, von weichem Sandstrand im Norden bis hin zu rauheren Felsstränden im Süden. Am Strand Les Deveses treffen sich die Windsurfer, und für Taucher sind die vielen Felsbuchten südlich des Hafens bei Marineta Cassiana, El Trampoli und Punta Negra interessant.
Viele Orte bieten ausgeschilderte Stadtrundgänge an – aber Denia ist wahrscheinlich der einzige Ferienort, der ausgeschilderte Tauchgänge anbietet, zwei davon in dem Marine-Naturreservat Cap de San Antonio. Und wer gerne nahtlos braun werden möchte, kann in der kleinen, beim Reservat gelegenen Bucht La Cala alle Hüllen fallen lassen.
Die größte Touristenattraktion in Denia ist allerdings die Festung, die mitten in der Stadt liegt. Der originale Aufbau kann bis in die Zeit der arabischen Herrschaft im 11. bis 12. Jahrhundert zurückverfolgt werden, bis ins 17. Jahrhundert hinein wurden dann zahlreiche An- und Umbauten vorgenommen. In den engen Gassen der Altstadt, die die Festung mit der Neustadt verbindet, wurden die Häuser direkt in die Festungsmauern hineingebaut -man kann sich richtig gut vorstellen, wie die Leute im Mittelalter gelebt haben.
Vom Hafen aus gelangt man direkt auf die von hohen Bäumen gesäumte Carrer Marques de Campo, die Haupteinkaufsstraße der Stadt. Das heißt aber nicht, dass man nur hier gut shoppen kann, in der ganzen Stadt gibt es ein Riesenangebot an allen möglichen Geschäften und natürlich auch vielen Restaurants und Bars. Die Garnelen sollen hier besser schmecken als irgendwo sonst auf der Welt, prima ausprobieren kann man das in einem der Fischrestaurants mit Blick auf den Strand beim Punta Raset, nur zehn Gehminuten nördlich vom Hafen.
Wie viele Ferienorte gibt es auch in Denia eine gute Auswahl an Museen, besonders interessant ist das erst vor kurzem eröffnete Spielzeugmuseum. Vor der katastrophalen Phylloxera-Epidemie, die 1904 in ganz Europa Millionen von Weinstöcken zerstörte, war die Haupteinnahmequelle der Stadt die Ausfuhr von Rosinen. Als die Stadt nach der Plage kurz vor dem Bankrott stand, brachten zwei deutsche Brüder, die Unternehmer Ferchen, lithographische, veredelte Zinnscheiben nach Denia, aus denen Sie Blechspielzeug herstellen ließen. Die Brüder wurden die Retter der Stadt und Denia eine der wichtigsten spanischen Porduktionsstätten für Spielzeug. In dem Museum gibt es viele in Denia produzierte Spielsachen zu sehen - und bei einigen werden Sie sicherlich ausrufen: "So eines hatte ich auch als Kind!"
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